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Brückenforum Pforzheim

Im Oktober 2025 fand der Auftakt des neuen Dialogformates “Brückenforum” der Stadt Pforzheim in Kooperation mit dem Internationalen Beirat statt. Mit der neuen Veranstaltungsreihe möchte die Stadtverwaltung einen kontinuierlichen Dialog anstoßen und den Austausch zwischen Verwaltung und migrantischen Interessensgruppen in Pforzheim systematisch ausbauen und langfristig stärken. Das Forum ermöglicht den direkten Zugang zu verlässlichen Informationen aus der Verwaltung, ein besseres Verständnis der rechtlichen Rahmenbedingungen und den Aufbau von Vertrauen in die kommunalen Strukturen. Damit ist das Brückenforum hilfreich für die strategische Integrationsarbeit der Stadt Pforzheim.

Zweites Brückenforum: Jobcenter

Info- und Austauschtreffen mit dem Jobcenter

Im Rahmen der Dialogreihe „Brückenforum Pforzheim“ des Internationalen Beirats der Stadt Pforzheim fand am 11.05.2026 die zweite Veranstaltung im Großen Sitzungssaal des Neuen Rathauses statt. Nach einer kurzen Begrüßung durch die Geschäftsstelle des Internationalen Beirats stand der Abend ganz im Zeichen des Jobcenters Pforzheim.

Zum Auftakt stellte das Jobcenter aktuelle Zahlen, Daten und Fakten zur Situation in Pforzheim vor. Derzeit werden insgesamt 11.944 Personen in 5.973 Bedarfsgemeinschaften betreut – der höchste Stand seit 2012. Von den 3.101 arbeitslos gemeldeten Personen besitzen 1.830 eine ausländische Staatsangehörigkeit. Die größte Gruppe im Leistungsbezug bilden aktuell Menschen mit ukrainischer Staatsangehörigkeit.

Anschließend erhielten die Teilnehmenden einen umfassenden Einblick in die Arbeit der Leistungsabteilung. Thematisiert wurden unter anderem die Voraussetzungen für den Leistungsbezug, die Abläufe der Antragsstellung sowie der Umfang der Unterstützungsleistungen zur Sicherung des Lebensunterhalts. Der erste Zugang muss dabei eigeninitiativ erfolgen – entweder online oder persönlich am Infoschalter im Blumenhof 4.

Im weiteren Verlauf informierte das Fallmanagement über seine vielfältigen Aufgabenbereiche. Besonders hervorgehoben wurde dabei das spezielle Fallmanagement für unter 25-Jährige, bei dem die Beratungsdichte deutlich höher ist als bei älteren Kundinnen und Kunden. Zudem wurde erläutert, dass Leistungsberechtigte jederzeit proaktiv Beratungstermine anfragen können, um Unterstützung in den Bereichen Beruf, Ausbildung und Weiterbildung zu erhalten. Deutlich wurde außerdem, dass die Vermittlung in Arbeit häufig ein längerer Prozess ist. Im gemeinsamen Gespräch werden individuelle Potenzialanalysen erstellt und darauf aufbauend persönliche Perspektiven und Ziele entwickelt. 

Darüber hinaus wurde das „Jobportal Pforzheim und Enzkreis“ vorgestellt – eine digitale Plattform mit zahlreichen Stellenangeboten, die nicht nur für Kundinnen und Kunden des Jobcenters gedacht ist, sondern allen Interessierten offensteht. Positiv hervorgehoben wurde zudem, dass die Homepage des Jobcenters in zahlreichen Sprachen verfügbar ist und dadurch ein möglichst barrierearmer Zugang zu Informationen geschaffen wird.

Im gemeinsamen Austausch wurde deutlich, dass das Jobcenter Pforzheim großen Wert auf Offenheit, Erreichbarkeit und eine serviceorientierte Arbeitsweise legt. Unter dem Leitgedanken „Für Menschen, mit Menschen, von Menschen“ setzt das Jobcenter auf eine offene und unterstützende Arbeitsweise – auch unter herausfordernden Rahmenbedingungen wie hoher Fluktuation, offenen Stellen und einem hohen Antragsaufkommen.

Hier ist die Präsentation der Veranstaltung abrufbar.

 

Erstes Brückenforum: Ausländerbehörde und ukrainische Community

Info-und Austauschtreffen mit der Ausländerbehörde für Ukrainer:innen (AufenthG §24)

Das erste Info- und Austauschtreffen mit der Ausländerbehörde und dem Integrationsmanagement richtete sich gezielt an Ukrainerinnen und Ukrainer, die seit Beginn des Krieges nach Pforzheim gekommen sind.  Ziel war es, einen offenen Dialog zwischen der Stadtverwaltung und der ukrainischen Gemeinschaft zu ermöglichen, aktuelle Fragen zu Aufenthaltsrecht, Arbeit und Ausbildung zu klären und gegenseitiges Vertrauen zu stärken. Über 80 interessierte Bürgerinnen und Bürger nahmen an der Veranstaltung teil. Vertreterinnen und Vertreter der Ausländerbehörde informierten über die Möglichkeiten des Wechsels auf andere Aufenthaltstitel wie die Ausbildungs- und Studienparagrafen, die Verlängerung und Aktualisierung von Aufenthaltstiteln und die Gültigkeit von Plastikkarten nach der automatischen Verlängerung der Schutzgewährung ukrainischer Geflüchteter. Darüber hinaus stellte das Integrationsmanagement der Stadt Pforzheim seine Arbeit vor und erklärte seine Zuständigkeitsbereiche, die sich über alle Bereiche des alltäglichen Lebens erstrecken. Bei der anschließenden Diskussion kam es zu einem offenen Austausch und persönlichem Kontaktaufbau zwischen der Verwaltung und den Teilnehmenden.

 

Hier ist die Präsentation der Veranstaltung abrufbar.